Coronavirus: Keine Ausgangssperre und Sofortmassnahmen für die Wirtschaft

Am Freitag, 20. März 2020, gab es erneut eine Pressekonferenz über die neuesten Entwicklung des Corona-Virus. Der Bundesrat hat über folgende Entwicklungen informiert:

Das Corona-Virus verbreitet sich immer schneller: Im Tessin starben innerhalb von 24 Stunden 7 Personen.

Eine Ausgangssperre wird es nicht geben - Trotzdem werden die Regeln für die Bevölkerung verschärft. Gruppen über fünf Personen droht eine Busse. Die Stadt Zürich hat heute schon reagiert. Es wurden einzelne öffentliche Plätze wie die Bäckeranlage, der obere Letten und noch viele weitere Plätze rund um das Seebecken gesperrt. Der Polizei ist es erlaubt, Bussen von 100 Franken zu verteilen. Der Bundesrat möchte eine Ausgangssperre verhindern - Darum müssen sich nun alle an die Regeln halten. Detailhandel, Lieferungen, Banken und ÖV sollen weiter funktionieren.

Der Wirtschaft wird mit weiteren 32 Milliarden Franken unterstützt. Bisher waren es 10 Milliarden. Der Bundesrat möchte mit den 42 Milliarden Franken Härtefälle vermeiden. Auch Betriebe mit Lehrlingen sollen Kurzarbeit beantragen können. Sie sollen durch die wirtschaftliche Lage nicht ihre Lehrstelle verlieren. Auch Selbständige, Kultur und Sport sollen Hilfe bekommen. Es wird Taggelder von maximal 196 Franken geben. Davon können Selbständige aber auch Personen profitieren, die zu Hause auf die Kinder aufpassen müssen.

Parmelin fordert Vermieter auf, Kompromisse mit den Mietern einzugehen. Ueli Maurer erklärt, dass die wirtschaftliche Unterstützung sofort erfolgen müsse: Ab nächsten Donnerstag werden Unternehmen einen Kredit bei ihrer Bank aufnehmen können. Das Geld wird vom Bund verbürgt. Dies sei riskant, aber zwingend nötig. Es werden für die Kredite 20 Milliarden Franken zu Verfügung stehen - Ob das reichen wird, wird sich in einigen Wochen zeigen.

Coronavirus: Keine Ausgangssperre und Sofortmassnahmen für die Wirtschaft
Coronavirus: Keine Ausgangssperre und Sofortmassnahmen für die Wirtschaft