Die Edelweiss Pflanze kommt aus Zentralasien

Die bekannteste und symbolträchtigste Blume der Schweiz.

Die Alpen-Edelweiss gehört zur Gattung Edelweiss innerhalb der Korbblütler.

Die Alpen-Edelweiss ist eine kräutige Pflanze, über Winter ist sie grün und nach der Blüte stirbt sie, sie verholzt nicht.

Der oberirdisache Teil ist wollig-weissfilzig, die schmalen Laubblätter sind vor allem an der Unterseite behaart.

Die Blütezeit dauert von Juli bis September, es handelt sich um einen 15 zackigen Stern. Zwei bis zwölf körbchenförmige Teilblütenstände enthalten jeweils 60 bis 80 Röhrenblüten.

Es werden Archänen gebildet (eine Nussartige Schliessfrucht), die sich als Schirmflieger ausbreiten und bei Nässe an Tieren festkleben. Als Hemikryptophyten überdauern sie an der Erdoberfläche und werden von Schnee, Laub oder Erde bedeckt, bis es Zeit ist zu blühen.

Weisser Schimmer

Der weisse Schimmer entsteht dadurch, dass tausende Luftbläschen an den Härchen festkleben und Licht reflektieren. Dies signalisiert Insekten Verdunstungs- und Wärmeschutz. Die Härchen bestehen aus Fäden, die der Wellenlänge der UV-Strahlung entspricht. So wird UV-Licht absorbiert, die restliche Sonnenstrahlung wird zur Photosynthese durch gelassen.

Wachstum in der Wildniss

Sie kann Felswände besiedeln, natürlicher ist jedoch alpiner Rasen. Sie bevorzugt Kalksteinfelsige Umgebungen, kieselsäurehaltigen Boden, und Höhen zwischen 1800 und 3000 Metern. Besonders häufig kommt sie dadurch im Allgäu vor.

In der Schweiz steht die Blume unter Naturschutz und darf in keinem Kanton gepflückt werden, auch wenn sie nicht mehr als gefährdet gilt. Dasselbe gilt für Österreich, hier wurde die Blume bereits 1886 unter Naturschutz gestellt, ist inzwischen nicht mehr im ganzen Land vollkommen geschützt. In Deutschland gilt die Pflanze als stark gefährdet.

Vorkommnis

Die Alpen-Edelweiss kam nach der letzten Eiszeit aus den Hochsteppen Asiens her.

Sie kommt heute in den Alpen, dem Jura, den Karpaten, Apennin, den Pyrenäen und im nördlichen Balkan einheimisch vor. Sie wurde nach Abruzzen, ins Dinarische Gebirge und ins Pirin Gebirge gebracht.

Weitere Edelweiss Arten kommen in Zentralasien, in den Hochsteppen vor, in Nordchina, der Mongolei, Japan, Korea und auf der Insel Kamtschatka.

Bekannt wurde die Pflanze durch Kaiserin Sissi

Mit diesem Gemälde
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https://de.wikipedia.org/wiki/Alpen-Edelwei%C3%9F#/media/File:Kaiserin_Elisabeth_-_Franz_Xaver_Winterhalter,_1865.jpg

Im erstem Portrait vom Kaiserin Elizabeth von Österreich-Ungarn mit offenen Haaren, trug sie neun Edelweiss-Sterne aus Diamanten. Aus der Verehrung der Kaiserin entstanden viele romantische Mythen um die Pflanze.

Dies hat die Alpen-Edelweiss einerseits gefährdet und andererseits zu einem wichtigen Symbol für die Alpenregion gemacht, in der Schweiz, Österreich, Südtirol und Deutschland.

Publiziert am 07.02.2019 / 11:15 von Mediabox Team