Medienkonferenz mit Alain Berset und Guy Parmelin

Die neuesten Updates von der Medienkonferenz (25. März) mit Alain Berset und Guy Parmelin:

Alain Berset informiert über den Anstieg der Infizierten: Am Mittwoch sind insgesamt 9'700 Personen positiv auf das Virus getestet. 70'000 Tests fielen negativ aus. Die Massnahmen werden grösstenteils befolgt, was nicht selbstverständlich sei. Die Solidarität ist spürbar. Ausserdem bestätigt Berset, dass die Schweiz weiterhin funktioniert: Den Zugang zu Lebensmitteln ist gesichert.

Parmelin ist sich die Situation vieler Unternehmen bewusst - Auch wenn noch viele Fragen offen sind, Hilfe ist unterwegs. Eine weitere Massnahme betrifft Arbeitslose: Es gibt maximal 120 zusätzliche Taggelder für anspruchsberechtigte Personen. Nachweise von Arbeitsbemühungen müssen erst nach der Coronakrise eingereicht werden. Trotzdem muss die Suchbemühung fortgesetzt werden.

Bezüglich Kurzarbeit wurden die Regelungen gelockert: Es braucht keine Voranmeldung und die Bewilligung wurde von drei auf sechs Monate verlängert. Die Stellenmeldepflicht wurde ebenfalls aufgehoben. Der Aufwand, Personen im Gesundheitswesen oder in der Landwirtschaft einzustellen, soll deutlich reduziert werden.

Ausserdem muss das Einhalten des Arbeitsgesetzes beim Gesundheitspersonal immer noch gewährleistet sein. Ruhepausen müssen eingehalten werden. Man wollte eine eine Flexibilisierung für die Gesundheitsinstitutionen erreichen. Es ist oberste Priorität, Ansteckungen und Überarbeitung beim Personal zu vermeiden. Kantone müssen die Einhaltung der Vorschriften kontrollieren. Genaue Zahlen zu den Ansteckungen beim Personal gibt es nicht.

Bis jetzt beantragten 34'000 Unternehmen Kurzarbeit - Das Ganze muss so unbürokratisch wie möglich bearbeitet werden. So etwas gab es noch nie.

Berset infomiert über die Lage im Tessin: Die tessiner Regierung hat Baustellen gegen den Willen vom Bund schliessen lassen. Man stehe mit dem Tessin in Kontakt und sucht nach einer Lösung.

Momentan blockieren Deutschland und Frankreich Schutzmasken für die Schweiz, obwohl die Schweiz Patienten von den Nachbarländern aufnimmt. Parmelin äussert sich wiefolgt dazu: "Die Schweiz verhält sich in diesem Fall europäischer als gewisse EU-Mitgliedsländer." Bald werde die Maskenproduktion in der Schweiz beginnen. Die Maschinen sind bereit. Daniel Koch spricht von einer Produktion von 40'000 Masken täglich.

Berset bestätigt, dass Handydaten zur Überwachung ausgewertet werden, jedoch anonym. Sie werden zur Prüfung des Einhalten der Massnahmen verwendet. Die Auswertung zei zufriendenstellend.

Ob die Massnahmen länger als bis zum 19. April dauern werden, müsse man laut Berset sorgfältig anschauen.

Medienkonferenz mit Alain Berset und Guy Parmelin
Medienkonferenz mit Alain Berset und Guy Parmelin