Jeder kennt sie: die schwarz-weißen Schweizer Autonummern mit dem kleinen Wappen links und den kantonalen Buchstaben. Aber wusstest du, dass hinter den Nummernschildern eine geheime Bedeutung steckt? Die Schweiz hat einige der kuriosesten und wertvollsten Nummernschilder der Welt – und manche sind sogar mehr wert als ein Ferrari!

Das älteste Nummernschild der Schweiz ist über 100 Jahre alt – und immer noch gültig!
Die Schweiz führte 1905 die ersten Autonummern ein. Damals gab es nur wenige hundert Fahrzeuge, und die Schilder waren handgemacht. Doch das Verrückteste: Manche dieser ersten Nummernschilder sind heute noch im Umlauf!
Besonders tief nummerierte Schilder wie „ZH 1“ oder „GE 2“ gehören oft seit Generationen zu Familien oder wurden von Sammlern aufgekauft. Wer so eine Nummer besitzt, gibt sie nicht so leicht wieder her.
Schweizer Nummernschilder können Millionen wert sein
Ja, wirklich. Während normale Nummern einfach zugewiesen werden, versteigern viele Kantone „besondere“ Nummernschilder – und die Preise sind absurd.
- 2017 wurde das Zürcher Schild „ZH 987“ für über 150.000 Franken verkauft.
- In St. Gallen ging die Nummer „SG 1“ für über 300.000 Franken an einen Sammler.
- Der Rekord liegt in Genf: „GE 1“ wurde für über 1 Million Franken versteigert – mehr als ein nagelneuer Bugatti!
Warum sind sie so teuer? Weil Nummernschilder in der Schweiz an die Person gebunden sind, nicht an das Auto. Wer eine „tiefe“ Nummer hat, kann sie auf jedes Auto übertragen – und damit den Wert seines Fahrzeugs sofort steigern.
Warum Schweizer Nummernschilder vorne und hinten unterschiedlich sind
Hast du schon mal bemerkt, dass die Schweizer Nummernschilder vorne nur schwarz-weiß sind, während sie hinten reflektierend sind? Das ist kein Designfehler, sondern eine bewusste Entscheidung.
Die Schweiz erlaubt es nämlich, ein Nummernschild für zwei Fahrzeuge zu benutzen. Viele Menschen haben ein Sommerauto und ein Winterauto – und schrauben einfach das hintere Schild um, während das vordere fest montiert bleibt.
Die geheime Bedeutung der Buchstaben und Zahlen
- Die ersten Buchstaben zeigen den Kanton an (z. B. ZH für Zürich, BE für Bern).
- Danach kommen Zahlen, die ursprünglich chronologisch vergeben wurden. Früher galt: Je niedriger die Zahl, desto älter die Nummer.
- Heute gibt es versteckte Codes – manche Kantone reservieren bestimmte Zahlenfolgen für Elektroautos oder Diplomaten.
Das mysteriöse „CD“-Schild – was steckt dahinter?
Wenn du in der Schweiz ein Auto mit dem Kürzel „CD“ auf dem Nummernschild siehst, dann gehört es wahrscheinlich einem Diplomaten. Diese Fahrzeuge haben Sonderrechte, müssen keine Steuern zahlen und können selbst bei Verkehrsdelikten nicht belangt werden.
Manche „CD“-Fahrzeuge gehören hochrangigen Botschaftern, andere einfach Verwaltungsangestellten – aber alle genießen diplomatische Immunität.
Das Nummernschild, das nie existiert hat
Hier ein kurioser Fakt: Es gibt kein offizielles „AG 666“ Nummernschild. Der Kanton Aargau hat diese Nummer nie vergeben, weil sie mit dem „Zahl des Teufels“ in Verbindung gebracht wird. In anderen Kantonen wurde „666“ hingegen versteigert – oft für viel Geld.
Schweizer Nummernschilder sind weltweit einzigartig
Während viele Länder ihre Nummernschilder ständig ändern, hat die Schweiz seit über 100 Jahren dasselbe Design. Kein anderer Staat erlaubt es, Nummernschilder über Generationen hinweg zu behalten – und genau das macht sie zu einem der spannendsten, kuriosesten und wertvollsten Sammlerobjekte der Welt.
Also, falls du jemals eine Nummer wie „ZH 10“ oder „GE 5“ auf der Straße siehst – dann weißt du jetzt: Da sitzt wahrscheinlich jemand hinterm Steuer, der sich sein Nummernschild etwas kosten ließ!


















